Buddhismus im Westen

Der tschechische Mönch Venerable Dhammadipa Thero spricht in diesem kurzen Video darüber, wie Buddhisten im Westen die Erfahrung verschiedener Traditionen zu einem Gesamtbild vereinen können.

https://www.youtube.com/watch?v=FTZ4BkQSCcI

Bhante Dhammadipa hat einen interessanten Lebenslauf, durch den er zu dieser offenen Geisteshaltung gelangen konnte. Er ist ein weltweit geschätzter Mediations-Meister. Seine Praxis und sein Verständnis umfassen sowohl die Traditionen der Südlichen Theravada-Schulen, als auch der Nördlichen Mahayana-Schulen. Im Laufe seiner Studien in verschiedenen Ländern Europas und Asiens lernte er mehrere Sprachen, darunter auch Pali und Sanskrit. Nach einer Zen-Schulung bei einem Meister in Japan, ging er nach Sri Lanka und empfing die traditionelle Theravada-Ordination. Dort praktizierte er bei Ven. Sri Nanrama Mahathera. Ab 1989 praktizierte er bei Ven. Pa Auk Sayadaw in Burma und wurde von ihm als erster westlicher Schüler zum Lehren authorisiert. Bhante Dhammadipa ist auch in der Mahayana-Tradition des Chan-Buddhismus ordiniert. Seit über 20 Jahren lehrt er nun Meditation in Asien, Nord- und Südamerika und Europa.


Ein besonderes Experiment, um die Traditionen auf eine kreative Weise zu verbinden, haben drei bekannte westliche Dharmalehrer durchgeführt: Fred von Allmen, Ursula Flückinger und Tilmann Lhündrup. Sie leiteten gemeinsam ein Retreat an. Die Retreat-Unterweisungen sind in dem Buch "Mahamudra und Vipassana" veröffentlicht.

Alle drei Lehrer haben Erfahrungen sowohl in Traditionen der südlichen als auch der nördlichen Schule des Buddhismus. Deshalb war dieses Experiment durch ausgewogenes Zusammenwirken sehr erfolgreich. Auch Missverständnisse zwischen der alten Schule Theravada und dem Mahayana wurden angesprochen und aufgelöst. Ebenso wird die sektiererische Tendenz angesprochen, die Tilmann Lhündrup vor allem in seiner eigenen Tradition des tibetischen Buddhismus erlebt hat. Dieses Buch ist ein hervorragendes Beispiel nicht-sektiererischen Verhaltens, wie wir es im Westen praktizieren sollten und können.

Tsoknyi Rinpoche schreibt im Geleitwort: "Mit der zunehmenden Verbreitung des Buddhismus im Westen wächst unter den Praktizierenden die Erkenntnis, dass sie von anderen Traditionen viel lernen und dadurch die eigene Meditationspraxis mit Schätzen aus anderen buddhistischen Zugängen bereichern können. So findet ein inspirierender gegenseitiger Austausch statt. Das vorliegende Buch von Tilmann Lhündrup, Ursula Flückinger und Fred von Allmen ist das bemerkenswerte Ergebnis eines Experimentes genau dieser Art."

Einheit in der Vielfalt -

Dhammadipa Thero

Ausführliche Biographie auf der Seite

https://www.dhammadipa.info/Bio.htm  

Dieses Buch ist ein innerbuddhistisches Experiment - in verschiedener Hinsicht ein Wegweiser für die Zukunft des Buddhismus im Westen...